Van Gogh Project

Van Goghs Gedankenwelt

VR Anwendung

Für das Visiodrom Wuppertal entstand eine immersive VR-Erfahrung, die Besucher:innen in die Gedankenwelt von Vincent van Gogh eintauchen lässt. Mithilfe einer VR-Brille können sie sich mit einer KI unterhalten, die auf den Briefen des Künstlers basiert.

Ein poetisches Gespräch zwischen Vergangenheit und digitaler Gegenwart.

Die Idee hinter dem Projekt

Ziel war es, Van Gogh nicht nur als historische Figur zu zeigen, sondern als erlebbaren Menschen. Dafür wurde eine KI entwickelt, die auf seinen Briefen basiert – vor allem denen an seinen Bruder Theo. So entstehen Gespräche, die sich in Stil und Gedankenwelt an Van Gogh anlehnen und Besucher:innen einen persönlichen Zugang ermöglichen.

Die Interaktivität ermöglicht es, auf individuelle Fragen und Themen einzugehen, und macht die historischen Texte erlebbar. Anstatt nur Informationen zu konsumieren, können die Besucher:innen Van Goghs Gedanken selbst entdecken und „erleben“, was eine neue Dimension der Auseinandersetzung mit Kunstgeschichte eröffnet.

VR Environment

Recherche & Konzeptphase

Zu Beginn führten wir eine konzentrierte Research-Phase durch, in der wir Ideen, technische Möglichkeiten und erste konzeptionelle Ansätze in Notion sammelten. Dabei stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie KI in einer Ausstellung so eingesetzt werden kann, dass sie Besucher:innen nicht überfordert, sondern neugierig macht.

Schnell wurde deutlich, dass ein natürliches Gesprächserlebnis die niedrigste Einstiegshürde bietet. Deshalb prüften wir Speech-to-Text-Lösungen, passende KI-Modelle auf Basis der Van-Gogh-Briefe sowie Text-to-Speech-Varianten, die einen authentischen Klang erzeugen. Diese Recherche bildete die Grundlage für die Entscheidung, eine intuitive VR-Erfahrung zu entwickeln, die historischen Inhalt persönlich, zugänglich und emotional erlebbar macht.

Final Result

Wie ein Gespräch im Zimmer Van Goghs verlaufen könnte

Was ist deine Lieblingsfarbe?
Farbe ist für mich eine Sprache. Gelb – das ist die Farbe des Lichts, der Sonne, der Hoffnung. Ich glaube, Gelb kann die Seele heilen.
Wie war deine Beziehung zu deinem Bruder Theo?
Ohne Theo wäre ich verloren gewesen. Er verstand mich, auch wenn die Welt es nicht tat. Unsere Briefe waren wie ein gemeinsames Herz, das in zwei Körpern schlägt.
Was bedeutet Kunst für dich?
Kunst ist kein Luxus. Sie ist ein Weg, das Leben zu ertragen. Ich male nicht, um zu gefallen – ich male, um zu atmen.
Final Result

Ein neuer Zugang zur Kunstgeschichte

Das Projekt zeigt, wie digitale Technologien neue Perspektiven auf kunsthistorische Inhalte eröffnen. Durch die Rekonstruktion historischer Stimmen und ihre Einbettung in interaktive Szenarien wird Lernen persönlicher und unmittelbarer. Vergangene Persönlichkeiten werden nicht nur beschrieben, sondern erlebbar gemacht – und Kunstgeschichte wird zu einer Erfahrung, die man aktiv erforschen kann.